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Antrieb und Gangschaltung: Seite 3 von 3


Versuchsanleitung zur Gangschaltung

Die Gangschaltung eines Fahrrades erhöht die Wirksamkeit des Tretens und erlaubt es dem Fahrer, schneller zu fahren und problemloser mit steilen Hängen und Hindernissen anderer Art zurechtzukommen.

Was braucht man:
Für unseren Versuchsaufbau ist die folgende Ausstattung notwendig:

* Ein Fahrrad mit Gangschaltung

* Ein Stück Kreide oder Klebeband zum Markieren

* Papier und Bleistift

Gear Activity
Ein Fahrrad, Kreide oder Klebeband, Papier, Bleistift und ein wenig Neugierde ist alles, was man benötigt, um herauszufinden, wie die Gangschaltungen am Fahrrad arbeiten

Was zu tun

Stelle die Schaltung so ein, dass die Kette über das kleinste vordere und über das größte hintere Zahnrad läuft. Markiere den höchsten Punkt des Hinterreifens mit Kreide oder einem Stück Klebeband.

Achte auf die Position der Pedalen.
Lass jemandem das Fahrrad hochhalten, während du die Pedalen einmal ganz herumdrehst, so dass die Pedalen wieder in ihre Ausgangsposition zurückkehren.

Wie oft hat das Hinterrad herumgedreht? Notier dir die Anzahl der Umdrehungen.

Jetzt wiederhole das Experiment, indem du das größte vordere Zahnrad mit dem kleinsten hinteren Zahnrad kombinierst. Wieviele Umdrehungen macht das Hinterrad bei einer Umdrehung der Pedalen?
Mit welcher der beiden Kombinationen würdest du am besten bergauf fahren? Was wäre die beste Einstellung für einen Sprint auf flacher Strecke?
(Du kannst deine Antworten später testen, indem du es selbst mit dem Rad ausprobierst!)

Experimentiere auch mit den dazwischenliegenden Gängen. Mache dir eine Tabelle, in der du die Anzahl der Drehungen des Hinterrades je Pedalenumdrehung für jeden der verschiedenen Gänge einträgst.

Was glaubst, warum sich die Gangschaltungen bei Fahrrädern immer weiter durchgesetzt haben?

 

Die "Campagnolo Story"
Campy Derailleur

Zu den ersten und berühmtesten Fabrikanten von Fahrradteilen zählt die Familie Campagnolo.

Tullio Campagnolo (1920-1983) gründete die Firma Campagnolo, die seit über 50 Jahren Qualitätsbauteile produziert hat. Tullio hat Anerkennung bekommen durch die Perfektionierung des modernen parallelogram Kettenschaltung und die Erfindung des Schnellspanners für die Räder eines Fahrrades.
Die Legende erzählt, dass Campagnolo, ein professioneller Radfahrer, ein Rennen durch die verschneiten Italienischen Dolomiten anführte, als er einen platten Reifen bekam. Während er, murrend mit befrorene Finger, probierte die schweren Flügelmutter von dem Rad zu lösen, wurde er von einem Dutzend Fahrern überholt.
Wütend über diese Erfahrung entwarf er einen hohl-achsigen,
schnelllösenden Mechanismus, dass heutzutage fast auf allen Fahrrädern gebraucht wird.

Die Kwalität des Campagnolo Unterteilensets, oder "Grouppos", wurde legendarisch, ebenso wie der Preis.
Obwohl man sich abfragte ob die Sets den Preis Wert wahren, wollten die echten Anhänger nichts anderes gebrauchen.
Preisbewuste Alternative wurden oft bezeichnet als "verkrämpfend und langsam", im Gegensatz zu den zuverlässigen, leicht verwechselbaren Campagnolo.
Und obwohl der Unterteilenmarkt die letzen zehn Jahre überherscht worden ist durch die grosse japanische Firma Shimano
hat "Campy" noch immer einen Marktanteil auf der Leistungsskalen.


Rhythmus

Schaltungen erlauben es den Fahrern, ihren individuellen Tretrhythmus beizubehalten. Obwohl es unterschiedliche Meinungen darüber gibt, welches nun genau der optimale Rhythmus für den Fahrradfahrer ist, scheint doch jederman damit übereinzustimmen, dass der Rhythmus eine sehr wichtige Angelegenheit ist.
Laut Paul Doherty "liefert der menschliche Körper die meiste Energie und damit den besten Schub bei einem ganz bestimmten Tretrhythmus. Ich selbst probiere ein Tempo von 60 bis 90 Umdrehungen pro Minute einzuhalten." Paul ist außerdem der Meinung, dass die meisten Freizeitradler zu langsam treten und so in höheren Gängen unnötig Energie verschwenden. Professionelle Radfahrer treten in einer sehr hohen Frequenz, die zwischen 75 und 120 Umdrehungen pro Minute pendelt.

Das Moutainbike Fahren ist wiederum eine Sache für sich.
Die Amerikanische Cross-Country Spezialistin Ruthie Matthes erklärt: "Beim Mountainbiking geht es manchmal steile Berge hoch, da braucht man vielleicht 50 RPMs (Revolutions Per Minute = Umdrehungen pro Minute), und dann wiederum geht es so schnell abwärts, dass man oft überhaupt nicht zu treten braucht, man balanciert dann nur auf dem Fahrrad, ohne zu bremsen, und rollt so schnell man kann.
Beim Mountainbiking kommen grössere Schwankungen im Tempo vor.

Ruthie Matthes
RealMedia Clip
Ruthie Matthes über den Tretrhythmus beim Mountainbiking

 

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©1997-99 Das Exploratorium /
Übersetzung: Andrea Bandelli / newMetropolis - nachgesehen von Eckhard Stasch / institut pm